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Es heißt: Aller Anfang ist schwer. Manchmal ist es aber auch schon schwer genug überhaupt zum Anfang zu kommen. So geschehen am 12.11.zu Darm- stadt, wo ich an Nummer 4 gesetzt mich per Handy zunächst von Tobias vor
die Pforten des Sports up dirigieren lassen musste. Schließlich dort angekomm- en konnte ich, Tobias hatte wegen meiner Verspätung schon sein Match be-
gonnen, Zeuge zweier überlegener Sätze von ihm werden, in denen Alexander einfach keinen Fuß fassen konnte. Entsprechend begierig erwartete ich also nun
den vermeintlich entscheidenden dritten Satz, aber Tobias wäre nicht Tobias, hätte er sich für die begeisterte Tribüne (die, nebenbei bemerkt, nur aus dem
Schiedsrichter und mir bestand) nicht doch noch eine dramaturgische Wende einfallen lassen. Beim Stand von 8:4 sah alles danch aus, als würde Tobias dieses Match souverän abschließen können. Offenbar glaubte er das auch
selbst und wähnte sich schon unter der Dusche, als ihm Alex doch ein Schnipp- chen schnitt und den Satz tatsächlich noch 10:8 für sich entscheiden konnte. Im
vierten Satz hatte Tobias, trotz meines seelischen Beistandes während der Satz- pause, völlig den Faden verloren, so dass Alex ihm ein 9:0 einschenkte. Der
entscheidende fünfte Satz gestaltete sich, Gott sei Dank, wieder offener, aller- dings von müdigkeitsbedingten Fehlern beiderseits durchwachsen, so dass man
händeringend um jeden vermeintlich leichten Winner bangen durfte. Am Ende bewies dann aber doch Tobias die stärkeren Nerven und sicherte unseren ersten Sieg an diesem Abend. Von Manfreds Spiel gegen Nam konnte ich
leider nur wenige Impressionen während der letzten Satzpausen bei Tobias und mir selbst erhaschen, in denen ein - sagen wir mal - schleppender Manfred
zunächst nicht den Eindruck machte, als wolle er hier ein Spiel gewinnen. Aber wer wenig laufen möchte, muss eben mehr mit Köpfchen oder, was ich bei Manfred eher vermute, mit Händchen spielen. Ich weiß nicht wie er es ge-
schafft hat, aber es war wichtig dass er es geschafft hat. Und was hat er eigent- lich geschafft ? Na, nach einem verkorksten ersten Satz (0:9) das Spiel doch
noch in vier Sätzen zu gewinnen. Nun zu Thorsten und mir. Mit schierem Ent- setzen musste ich feststellen, dass Thorsten, wie zuletzt mein Gegenspieler in
der Vorwoche, ein Linksausleger ist. Schonmal ein schlechtes Omen. Doch nach verflogenem Entsetzen wurde mir klar, dass auch Linkshänder normale Menschen sind. Vermutlich aber leider zu spät, da ich einen aus meiner Sicht
recht offenen Satz zu 6 abgab. Mit Optimismus startete ich also in den zweiten Satz, in dem ich Thorstens Spiel geknackt zu haben schien. Mit relativ wenig
Gegenwehr konnte ich ihn für mich verbuchen. Thorsten besann sich im dritten Satz auf das perfide Spiel eines Linkshänders zurück, was mich einige Nerven
und leider auch viel zu schnell den Satz kostete. Bis zum Ende des vierten Satz- es gelang es mir nicht eine schlüssige Antwort auf Thorstens Spiel zu geben,
was ihm den Sieg verschaffte. Von meiner unsäglichen Unzulänglichkeit frus- triert, wandte ich mich dann den letzten beiden Sätzen von Thomas gegen Willi
zu. Willi, der vor dem Spiel noch klagte in keiner spielbereiten Verfassung zu sein (Ich bin doch nur als Reserve von der Reserve hier !), hatte den Willen
seines Gegners offenbar in einem umkämpften ersten Satz schon gebrochen. Im zweiten und entscheidenen dritten Satz spulte er ganz abgeklärt sein präzises
Spiel herunter, gegen das der impulsive Thomas kein Mittel fand und sich am liebsten die viel zu kurzen Haare gerauft hätte. Aller Anfang ist schwer. Mit
diesem 3:1 Sieg in Darmstadt heißt es für uns am Ende der Saison aber hoffentlich Ende gu, alles gut !
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